Wissenschaftsfestival 1999

Global Change

"Understanding the Earth System: Compartments, Processes and Interactions"

Mittwoch, 24. bis Freitag, 26. November 1999 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Die Ergebnisse der internationalen Konferenz über Water and Environment 1992 in Dublin, die UN-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro im gleichen Jahr und die Beschlüsse zur Agenda 21 verdeutlichen, daß der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen eine entscheidende Bedeutung zukommt. Die Wissenschaftsregion Bonn verfügt über zahlreiche wissenschaftliche und internationale Einrichtungen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen,u.a.

  • United Nations Framework Convention on Climate Change (wiss. Sekretariat)
  • United Nations Convention to Combat Desertifikation (wiss. Sekretariat)
  • International Human Dimensions Programme of Global Environmental Change (IHDP; wiss. Sek.)
  • Nationales Komitee für Global Change Forschung (wiss. Sekretariat)
  • Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)

Damit steht ein hochklassiges Potential bereit, das einen wesentlichen Beitrag zu der notwendigen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskussion der Mensch-Umweltbeziehungen und des globalen Wandels leisten kann.

Die Erforschung des globalen Umweltwandels, die international in vier grossen Forschungsprogrammen organisiert ist (Weltklimaforschungsprogramm WCRP, Internationales Biosphären-Geosphärenprogramm IGBP, Internationales sozialwissenschaftliches Forschungsprogramm IHDP sowie Internationales Biodiversitätsforschungsprogramm DIVERSITAS), befindet sich gegenwärtig in einer Übergangsphase, in der verstärkt versucht wird, programmübergreifend zentrale Fragestellungen mit integrativen und interdisziplinären Forschungskonzepten zu beantworten.

Das Konzept der Erdsystemanalyse wird dabei als ein möglicher Integrator diskutiert, der die unterschiedlichen Vorgehensweisen und Analysemethoden sowohl der Sozial- als auch der Naturwissenschaften zusammenführt.

Das deutsche Nationale Komitee für Global Change Forschung (NKGCF), das die deutsche Beteiligung an den internationalen Programmen koordiniert, sieht einen Schwerpunkt seiner Arbeit in der Entwicklung sektorübergreifender, interdisziplinärer und innovativer Forschungskonzepte. Mit der Global-Change Konferenz "Understanding the Earth System: Compartments, Processes and Interactions" soll ein wesentlicher Beitrag zu der Diskussion über Syntheseansätze im Rahmen der grossen Forschungsprogramme geleistet werden. Die fachliche Organisation erfolgt durch das NKGCF, dessen wissenschaftliches Sekretariat als Gastinstitution an die Universität Bonn angegliedert ist.

Im Anschluß an die Konferenz findet am 27. und 28.11.1999 ein Satellite Workshop zum Thema "Freshwater - Challenges for Research and Policies: European Responses to a Global Problem" statt.