Wissenschaftsfestival 2000

Das Jahrzehnt des Menschlichen Gehirns

Auftaktkongress

Donnerstag, 6. bis Samstag, 8. April 2000
im Gästehaus Petersberg, Königswinter

Eine Gruppe deutscher Neurowissenschaftler hat sich zusammengeschlossen, um in Deutschland eine "Dekade des menschlichen Gehirns (2000-2010)" nach amerikanischem Vorbild zu initiieren. Neben der erhofften breiten Öffentlichkeitswirkung für das Thema "Menschliches Gehirn" ist das wichtigste Ziel der Initiative die Gründung einer aus privaten und öffentlichen Mitteln finanzierten Stiftung "MENSCHLICHES GEHIRN". Diese Stiftung soll in Zukunft eine großzügige und unbürokratische Förderung wissenschaftlicher Projekte im Bereich der Hirnforschung am Menschen ermöglichen.

Der Auftaktkongreß zur Dekade ist eine Kernveranstaltung des Wissenschaftsfestivals und wird von der Universität Bonn und der Strukturförderungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler organisiert.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement hat die Schirmherrschaft übernommen.

Initiatoren

Prof. Dr. C. E. Elger (Sprecher, Klinik für Epileptologie, Universität Bonn), Prof. Dr. B. Sakmann (Nobelpreisträger, Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, Heidelberg), Prof. Dr. Dr. G. Roth (Zentrum für Kognitionsforschung, Universität Bremen), Prof. Dr. H.-J. Heinze (Klinik für Neurologie II, Universität Magdeburg), Prof. Dr. H. Scheich (Leibniz-Institut für Neurobiologie, Magdeburg), Prof. Dr. K. M. Einhäupl (Klinik für Neurologie der Charité, Berlin), Prof. Dr. A.C. Ludolph (Abteilung für Neurologie, Universität Ulm), Prof. Dr. J. Treusch (Forschungszentrum Jülich).

Zielsetzung des Kongresses

Am Anfang der "Dekade des Menschlichen Gehirns" in Deutschland (2000-2010) soll der "State of the Art" der Hirnforschung sowohl im Hinblick auf die grundlegenden Funktionen des Gehirns (Teil 1) wie auch die großen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen (Teil 2) zusammenfassend dargestellt werden. Hierbei sollen die in den nächsten Jahren anstehenden Forschungsaufgaben klar herausgearbeitet und Prognosen einer möglichen zukünftigen Entwicklung versucht werden. Der Kongress soll den Teilnehmern aus Kliniken und Grundlagenforschung einen detaillierten und zugleich umfassenden Eindruck von den derzeitigen Forschungsaktivitäten vermitteln und dazu beitragen, die zukünftigen Bemühungen unter der gemeinsamen Idee "Dekade des menschlichen Gehirns" intensiver aufeinander abzustimmen und auch gegenüber der Öffentlichkeit transparenter zu gestalten. Die Tagung wird Gelegenheit zum Austausch auf höchstem fachlichen Niveau bieten. Im Unterschied zu fachspezifischen Kongressen zielt die Tagung auf die Reflexion der gesamten Unternehmung "Hirnforschung" und die Formierung einer Bewegung "Dekade des Menschlichen Gehirns". Neben den hierdurch zu erreichenden synergistischen Effekten innerhalb der Neurowissenschaften, wird eine solche Identifikation in den kommenden Jahren die Darstellung der Aktivitäten gegenüber der Öffentlichkeit sowie die Einwerbung von öffentlichen und privaten Forschungsmitteln erheblich erleichtern. Die internationale Bedeutung einer nach außen hin erkennbaren Intensivierung der neurowissenschaftlichen Forschung in Deutschland ist evident.

Gala zur Eröffnung der Dekade

Am Abend des 7.4.2000 fand in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn eine Gala zugunsten der Stiftung statt.